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Cornelius, Jan |
| Bürgerl. Name | Cornelius | Jan |
| Alias 1 | ||
| Alias 2 |
| Geb.-Jahr / Ort | 1950 | Reschitz (Banat/Rumänien) |
| Orte | Düsseldorf |
| Genres | Prosa/Essay, Kinder- und Jugendbuch, Satire |
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| Vita | Geboren am 24.02.1950 in Rumänien, Reschitz (Banat). Er lebte bis 1977 in Rumänien, wo er Französisch (Lehramt) studierte und später als Gymnasiallehrer arbeitete. Mitarbeit bei diversen literarischen Zeitschriften. Wegen der Zensur in der Ceausescu-Zeit war ihm jedoch keine Buchveröffentlichung möglich. 1977 flüchtete er in die Bundesrepublik, studierte Anglistik in Düsseldorf und Stirling (Schottland). Bis 1999 war er als Lehrer tätig. Er lebt heute als Schriftsteller in Düsseldorf. |
| Auszeichnungen |
2004 Grand Prix Eulovision 1994 Auswahlliste zum Österreichischen Kinderbuchpreis 1993 Stipendium der Stadt Düsseldorf für das Künstlerdorf Schöppingen 1992 Auswahlliste zum Österreichischen Kinderbuchpreis 1987 Stipendium des Kultusministeriums NRW 1986 1. Preis beim NRW-Autorenwettbewerb |
| Prosa |
Heilige und Scheinheilige. Ganz weltliche Satiren. Zollhaus: Düsseldorf 2006. Der Radwechsel und andere Katastrophen. Zollhaus: Düsseldorf 2004. Pack die Koffer, Liebling! Satiren. Rowohlt: Reinbek 1991, 1993. Das schaffst du mit links! Satiren. Rowohlt: Reinbek 1990. Balthasar. Satiren. Goldmann: München 1988. Der geschenkte Führerschein. Satiren. Rowohlt: Reinbek: 1987. |
| Jugendbuch |
Karli Kaktus. Wien 2002. Benjamin. NPV: 2002 Benjamin der Zauberlehrling. Zus. mit Erich Rauschenbach. Niederösterr. Presse: St. Pölten 2000. Benjamin und sein Hund Onkel. Zus. mit Erich Rauschenbach. Niederösterr. Presse: St. Pölten 2000. Meine Kusine Sabine und der Hamster Halli-Galli. Kinderbuch. Bertelsmann: München 1997. Meine Kusine Sabine. Kinderbuch. Bertelsmann. München 1996. Tante Mathilde macht Geschichten. Kinderbuch. Mit Illustrationen v. Manfred Bofinger. Patmos: Düsseldorf 1993. Hanna und Hugo hauen ab. Kinderbuch. Thienemann: Stuttgart 1992. Ein Cowboy namens Balthasar. Kinderbuch. Mit Illustrationen v. Papan. Thienemann: Stuttgart 1990. |
| Funk |
Glossen und satirische Rundfunktexte für den WDR und den BR. Zahlreiche Geschichten für den Kinderfunk (WDR, BR, NDR, SWF, SR, DRF, DRB). |
| Anthologien | Zahlreiche Beiträge in Anthologien (Rowohlt, Droemer-Knaur, Ravensburger etc.), Mitarbeit bei diversen Zeitschriften (Eulenspiegel u.a.) |
| Herausg.schaften | Heiteres Europa. Eine Anthologie des europäischen Humors. Rowohlt: Reinbek 1997. |
| Über Werk/Autor |
Düsseldorfer Hefte. November 2006. Presseurteile: "Eulenspiegel" 11/6. Fahimeh Farsaie: Portrait. In: taz nrw Köln, 01.02.2001. |
| Presseurteile |
Düsseldorfer Hefte, November 2006: In seinem Buch "Heilige und Scheinheilige" deckt Jan Cornelius den Widerspruch zwischen Sein und Schein auf. Was ist Kunst? Die gute Nachricht: Bei einer Straßenumfrage konnte jedermann diese Frage ganz ohne Zögern beantworten. Die schlechte Nachricht: Die Antwort lautete meistens: "Keine Ahnung!" In seinen Satiren nimmt Jan Cornelius Alitägliches auf die Schippe. Augenzwinkernd. Menschen wie du und ich sind seine Hauptdarsteller. Indem er Situationen wie pseudointellektuelle Gespräche über Kunst, den morgendlichen Kampf mit den Pfunden, schicke Events, ständigen Ärger über die teuren Benzinkosten (Cornelius: "Aber fahren tun wir alle!"), auf den Kopf stellt, betont er den Lächerlichkeit, hält uns ganz nebenbei den Spiegel vor. "Es soll aber kein didaktisches Buch sein", räumt der frühere Sprachlehrer Cornelius ein. "Ich möchte unterhalten, die Menschen zum lachen bringen, und sie sollen sich wieder erkennen" Seit 1982 schreibt der 56-Jährige humoristisch-satirische Prosa und Kinderbücher. Mit geschickt platzierter Ironie - seine Vorbilder sind Valentin, Tucholsky und Loriot - klärt er ohne erhobenen Zeigefinger den Widerspruch zwischen dem auf, was die Welt denkt und was sie wirklich ist. Ursprünglich waren seine kurzen Satiren nur für den Rundfunk bestimmt. Von Hörern und auf Lesungen bekam Cornelius dann so viel Feedback dass er sich entschloss, sie in eine ‚kleine form“ zusammenzutragen. Heraus kam das Büchlein "Heilige und Scheinheilige, Ganz weltliche Satiren" mit Cartoons von Miroslav Barták. Hier begegnen wir dem Jogger, der sich vornimmt zu trainieren, letztendlich den Sport mit fadenscheinigen Entschuldigungen schleifen lässt. Der strenge Lehrer fordert einiges von seinen Schülern. Klar, selbst will er nicht in die Pflicht genommen werden. Und da ist der Chef, der für die anderen perfekt sein muss. Er ist es nicht. Er weiß es. Aber er gibt es nach außen nicht zu. jeder Mensch hat ein Bild von sich und möchte diesem gerecht werden. Doch wo schon kleine Lügen beginnen, fängt die Scheinheiligkeit an. Keiner kann sich ihr entziehen. "Wir alle sind von der Gesellschaft gezwungen, ein bisschen scheinheilig zu sein. Schließlich muss jeder einer Rolle genügen, sonst ist man nicht gesellschaftsfähig", sagt der Rumänien-Deutsche, der seit 1977 in Düsseldorf lebt. Nicht selten sind Selbstlügen sogar Überlebensstrategien. "Wenn man genau hinschaut, ist die Suche nach einem Sinn in der Existenz ziemlich sinnlos. Einen Sinn darin zu finden, wäre schon eine Lüge. Wenn wir so extrem denken würden, wären wir nicht überlebensfähig." Vielleicht ist dies auch der Grund, warum der Autor in seinem Buch "nichts Kirchliches“ behandelt (Cornelius: "Die Heiligen sind längst tot."). Denn heutiges Leitbild liefern seiner Meinung nach eher die Medien. Hinzu komme, dass leider kaum noch miteinander gesprochen werde. Meist lügen wir, wenn wir uns einen Gewinn davon versprechen, aus Imagegründen oder Solidarität. Ein Paradebeispiel für diesen Typus von Scheinheiligkeit sieht er in der Medien-Diskussion um Günther Grass, der als 17-Jähriger Mitglied In der Waffen-SS war. Dessen Buch lag den Redaktionen bereits lange zur Rezension vor. Kein Rezensent habe Grass‘ Mitgliedschaft thematisiert. "Entweder haben alle es nicht gelesen, das Thema nicht wahrgenommen, oder sie sind abgestumpft", vermutet er. Erst nachdem Grass sie selbst öffentlich machte, löste das eine Welle von Protesten aus: "Jetzt müssen alle Betroffenheit zeigen!" Für dieses >Affentheater< hat Cornelius nur Kopfschütteln übrig. Ebenso für Kunstinteressierte, die von einem Bild, das nur aus einem schwarzen Fleck besteht, begeistert sind und dafür viel Geld ausgeben. "Dabei habe ich ein leidenschaftliches Verhältnis zur Kunst, besonders zur klassischen Malerei." Erkennt er für sich dagegen kein Handwerk, fragt er: Was soll das? Die Antwort darauf geben in seiner Kunst-Glosse Fachleute: "Manchmal ist ein Kunstwerk so komplex, dass der Künstler selbst nicht mehr kapiert, was er damit gemeint hat. Zum Glück finden sich begabte Kunstkritiker, die ihm das einleuchtend erklären können ..." (Barbara Goergen) Aus: Eulenspiegel, 11/6: Was wäre der deutsche Humor ohne seine östliche Lebens-Spender? Die großen deutschen Humoristen kommen entweder aus jüdischem Hause oder aus Balkanien und Livland, ob sie Tucholsky oder Roda Roda, Heine, Gernhardt oder F.K.Waechter heißen. JAN CORNELIUS stammt aus dem Banat und begnügt sich heutzutage mit Düsseldorf. Von dort schickt er seine kleinen feinen Beobachtungen meist übers Radio, sammelt sie als >ganz weltliche Satiren< aber auch in Büchern wie seinem jüngsten "Heilige und Scheinheilige" (Zollhaus Verlag). Wir hören Schwejk heraus und Sostschenko, und da Cornelius als Illustrator Miroslav Bartak gewonnen hat, den Cartoonisten ohne Worte, ist die absurd-komische Mischung aus dem schlampanischen Kakanien perfekt.(Matthias Biskupek) Die Geschichten von Jan Cornelius sind voller Ironie, voll von trockenem Humor, bisweilen auch vom bissigem Sarkasmus ... Sprachlich und stilistisch sind die Erzählungen von außerordentlicher Kraft. Zu: Balthasar. Aus der Begründung der Jury beim NRW-Autorentreffen / 1. Preis. Dem Autor ist es gelungen, durch die Kinderperspektive den rechten Ton für die Schwächen der Erwachsenen zu finden. Ein äußerst empfehlenswertes Buch für jedes Alter. In: Kulturpolitische Korrespondenz. Bonn. Zu: Balthasar. Der Witz ist hintergründig, manchmal boshaft und oft schlagen die Geschichten ins Groteske um, so dass einem das Schmunzeln auf den Lippen gefriert. Sie stehen in der Tradition der „bad boy“, bzw. „Lausbubengeschichten“ ... Ich hätte sie gar nicht entdeckt, doch erlebte ich per Zufall den Autor beim Vorlesen seiner Geschichten. Da zündete es bei mir. Prof. Dr. Hans-Heino Ewers. Zu: Balthasar. Humor ist sehr viel mehr als platte Witze zu verkünden. Humor ist, vor allem gedruckt, leider eine Seltenheit. Eine der Ausnahmen ist das verrückte Autofahrerbuch „Der geschenkte Führerschein“ von Jan Cornelius. Neben einigen absurden Abhandlungen gibt es so groteske Geschichten, die auf den ersten Blick als unwahr erkannt werden, die aber dennoch wahr sein könnten. Der Autor hat eine große Begabung, Alltäglichkeiten zu überzeichnen, sie aber so amüsant zu beschreiben, dass man darüber nicht lacht, sondern lächelt. Kölnische Rundschau. Zu: Der geschenkte Führerschein. Die Texte leben von trockenem Humor, von hintersinniger Komik und feinem Witz. Rheinische Post. Zu: Zu: Das schaffst du mit links. Man lernt durch dieses Buch alles, was man so wissen muss im Urlaub, besonders im Ausland: was mache ich, wenn meine Ehefrau verschwunden ist? Und woran erkenne ich einen echten Mafia-Boss? Bei soviel konkreter Hilfe kann der Urlaub eigentlich nur zur reinen Erholung werden. Man darf sich nur nicht von den unvorhergesehenen Komplikationen beeindrucken lassen, die Jan Cornelius uns ebenso humorvoll und in einem kindlich-philosophischen Ton vor Augen führt ... Einfach erleichtert ist man beim Lesen dieses Buches auf jeden Fall. Denn man merkt, dass anderen Menschen genau die gleichen ach so ungerechten Dinge passieren können, von denen man dachte, dass sie einem immer nur selbst widerfahren. Zu: Pack die Koffer, Liebling. NDR. Kinder werden entzückt sein von diesen Geschichten, in denen ihnen kein pädagogischer Zeigefinger droht, in denen grandioser kindlicher Egoismus herrscht. Uns Erwachsenen wird aber ein Spiegel vorgehalten ... Dieser Balhasar führt uns keine unschuldige Kinderwelt vor, und deshalb macht dieses Buch soviel Spaß! Die Illustrationen von Papan sind unwiderstehlich, aber nichts für schnell Hingucker! Süddeutsche Zeitung. Zu: Ein Cowboy namens Balthasar. Hanna und Hugo hauen ab und hinterlassen ihren Eltern nur einen Zettel. Wer jetzt ins Grübeln kommt, welche häusliche Konflikte diese Kinder wohl zur Flucht veranlasst haben, der liegt ganz falsch. Das Motiv der beiden ist nämlich pure Abenteuerlust; den Leser erwartet also keine Problemgeschichte, sondern höchst vergnügliche Unterhaltung. Ein sehr amüsantes Buch. Anja Sprater In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zu: Hanna und Hugo hauen ab. Ein turbulentes Geschehen spielt sich in diesem Buch ab. Die drei Kinder schlittern von einem Abenteuer in das andere hinein. Die Geschichte wird gewiss Leser finden, die ihre Freude daran haben. Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien, Landesstelle Rheinland-Pfalz. Zu: Hanna und Hugo hauen ab. Köstlich! Uli Schubert. In: Bulletin Jugend und Literatur. Zu: Hanna und Hugo hauen ab. Handlung und Dialoge sind lebensnah und direkt, phantasievoll und ideenreich. VJA, Landesstelle Hessen. Zu: Hanna und Hugo hauen ab. Ein lustiges Buch, das zum Weiter- und Mehrlesen animiert. Flohkiste, München. Zu: Tante Mathilde macht Geschichten. Die Geschichten von Max und seiner Kusine Sabine sind witzig, lebensnah und voller überrraschender Ideen. Hören Sie genau hin! Deutschland Radio Berlin. Zu: Meine Kusine Sabine. „Wie schreibt man für Kinder? Genau wie für Erwachsene, bloß besser.“ Dieses Maxim-Gorki-Zitat fiel mir ein, als ich die zwei Benjamin- Büchlein von Jan Cornelius und Erich Rauschenbach entdeckte. Mit Benjamin haben die zwei Künstler eine köstliche, unverwechselbare Figur, nicht nur für Kinder, geschaffen. Buchhändler heute. Zu: Benjamin. Die zwölf Episoden um den Dreikäsehoch sind urkomisch und spannend. Die bunten Illustrationen von Erich Rauschenbach sind meisterhaft-karikierte Darstellungen, bei deren Betrachtung die Mundwinkel automatisch nach oben schellen. Einfach köstlich! Dieses Buch steht in der Tradition der Lausbubengeschichten, Ludwig Thoma und Wilhelm Busch fallen einem da auf Anhieb ein. In Frankreich haben Goscinny und Sempé mit dem kleinen Nick eine ähnliche Figur geschaffen. Der kleine Nick entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer Kultfigur bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. Man kann das Gleiche auch Karli Kaktus wünschen! Die Text- und Bildvoraussetzungen dafür hat das Buch allemal. Karli Kaktus: Jan Cornelius/ Erich Rauschenbach. In: Buchhändler heute 10/2002. Zu: Benjamin. |
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| Letzte Änderung: | 2009-05-08 00:00:00 |
Bildquellen:(c) Jan Cornelius Textquellen: Eigenrecherche des WLB Auskunft der Autoren |